OPER.A 20.21 - Präsentation


Home OPER.A 20.21
| Spielplan | Künstlerische Leitung | Presse | Tickets




OPER.A 20.21
OPERNSAISON 2016/17


Liebe und andere Grausamkeiten

Die Stiftung Haydn von Bozen und Trient präsentiert unter der künstlerischen Leitung von Matthias Lošek die zweite Auflage der zeitgenössischen Opernsaison OPER.A 20.21. Von Oktober bis Mai stehen fünf Opern auf dem Spielplan, ihnen allen gemeinsam und zentrales Motiv der Saison 2016/17 ist die Liebe in all ihren Facetten.

In der Opernsaison 2016/17 rückt der künstlerische Leiter Matthias Lošek die Liebe in all ihren Schattierungen in den Mittelpunkt und stellt das neue Programm unter das Motto „Love and other Cruelties“. Auf dem neuen Spielplan von OPER.A 20.21 stehen von Oktober 2016 bis Mai 2017 vier Opern zeitgenössischer Komponisten, davon drei in italienischer Erstaufführung und ein mozartisches Meisterwerk. In Geschichten von Leidenschaft – zuweilen mit tragischem Ausgang –, von Begierde und Sexualität aber auch über Nächstenliebe und facettenreiche Gefühlswelten geht die neue Spielzeit dem universellsten und größten aller Gefühle auf den Grund.

Im vergangenen Jahr sind wir in eine spannende, neue Opernsaison gestartet,“ hält die Präsidentin Chiara Zanoni fest, „Mit ihr wurden bereits die Weichen für kommende Spielzeiten gestellt: OPER.A 20.21 ist keine traditionelle Opernsaison, sondern ein Projekt, das von der vielfältigen Erfahrungswelt des zeitgenössischen Musiktheaters des 20. und 21. Jahrhunderts zeugt und in dem auch unser Orchester eine wichtige Rolle einnimmt. Überzeugt und entschlossen gehen wir diesen Weg weiter im Bewusstsein, dass nur in der stetigen Auseinandersetzung mit der Gegenwart Oper eine lebendige und eine dynamische Kunstform bleibt.“

Liebe ist das Größte, das Göttlichste, das uns Menschen widerfahren kann. Und zugleich auch das Schmerzhafteste, das Unmenschlichste, mit dem wir umgehen (lernen) müssen“, bemerkt Matthias Lošek.In der Opernsaison 2016/17 rücken wir dieses größte aller Gefühle in den Fokus unserer Aufmerksamkeit, das – die Faustsche Maxime paraphrasierend – „Gutes will und (auch) Böses schafft”. In diesem zweiten Jahr wollen wir noch tiefer in die Welt des Zeitgenössischen eintauchen, ohne dabei die Vergangenheit außer Acht zu lassen. In unserer neuen Spielzeit begegnen wir vor allem Komponisten aus der Gegenwart, mit denen wir Geschichten und Erfahrungen „im Hier und Jetzt“ austauschen wollen“, erklärt der künstlerische Leiter.

Die Spielzeit 2016/17 wird am 7. und 9. Oktober im Stadttheater Bozen mit Written on Skin eröffnet. Eine Oper, mit der der britische Komponist George Benjamin – sein Talent wurde von Messiaen mit Mozarts verglichen – und der Librettist Martin Crimp 2012 einen Sensationserfolg landeten. Die Oper, eine vielschichtige Parabel über Liebe und Macht, über Beherrschen und Beherrschtwerden, wird in einer Inszenierung des Theaters St. Gallen gezeigt, die über 30 Bewegungsstatisten vorsieht, welche zu einem „lebendigen Bühnenbild“ werden. Die musikalische Leitung übernimmt Rossen Gergov, für die Regie zeichnet Nicola Raab verantwortlich.

Passend zur Weihnachtszeit wird im Teatro Sociale in Trient am 2. und 4. Dezember eine musikalische Version von A Christmas Carol
aufgeführt. Der aufstrebende, britische Komponist Iain Bell und der Librettist Simon Callow greifen den berühmten Märchenstoff von Charles Dickens auf. In einer gesanglichen und schauspielerischen Meisterleistung verleiht der Tenor Marc Le Brocq, er war bereits in Alban Bergs Lulu in Bozen zu hören, der Wandlung des Geizhalses Scrooge und den drei Weihnachtsgeistern Ausdruck.

Am Pult steht James Southall, Regie führt Polly Graham.

Die Spielzeit eröffnet im neuen Jahr am 3. und 5. März im Stadttheater Bozen (Studio) mit
The Raven, einer Kammeroper des Japaners Toshio Hosokawa, ein weiteres Kompositionsgenie unserer Zeit. Für dieses Werk vertonte Hosokawa eines der berühmtesten Gedichte Edgar Allan Poes, Der Rabe. Hosokawa ließ sich vom japanischen Nō-Theater inspirieren und bringt die Oper in Form eines Monodramas für Mezzosopran und Ensemble auf die Bühne. Im Zentrum der Inszenierung des Regisseurs und Choreografen Luca Veggetti steht neben der Mezzosopranistin Abigail Fischer, die eine Schamanin verkörpert, auch eine Tänzerin, die Trientnerin Alice Raffaelli. „
The Raven, so der Komponist Hosokawa, steht für die Katastrophe des modernen Menschen. Er glaubt zwar alles zu beherrschen, aber er versteht den Raben nicht. Die Musikalische Leitung übernimmt Yoichi Sugiyama.

Mit dem mozartischen Meisterwerk Le nozze di Figaro wird nach Don Giovanni und Così fan tutte
am 1. und 2. April im Stadttheater Bozen der Da-Ponte-Zyklus abgeschlossen. In dem 1786 uraufgeführten Werk, das die Zusammenarbeit mit dem genialen Librettisten Lorenzo Da Ponte begründete, prangerte Mozart das gefällige Selbstbild der Aristokratie an, die sich aufgrund ihres Standes für unanfechtbar wähnte und kurz darauf in die Wirren der französischen Revolution verwickelt wurde. In der Inszenierung der Oper Leipzig katapultiert Regisseur Gil Mehmert die Mozartoper in die 1960er-Jahre. Das Haydn Orchester leitet Enrico Calesso.

Die Spielzeit 2016/17 endet am 5. und 7. Mai im Teatro Sociale in Trient mit einer weiteren zeitgenössischen Erfolgsoper, Quartett
von Luca Franceschoni. Eine Oper mit einer konfliktreichen Liebesgeschichte, die den gnadenlosen Kampf zwischen zwei sich Liebenden bis zum tragischen unvermeidbaren Finale fesselnd auf die Bühne bringt. Das Stück feierte 2011 an der Mailänder Scala Premiere und wurde mit dem italienischen Kritikerpreis ausgezeichnet. Seither feierte die Oper Erfolge auf der ganzen Welt und ist eine der am häufigsten gespielten Werke des 21. Jahrhunderts. In Trient wird Quartett in der Inszenierung des Royal Opera House von London, unter der musikalischen Leitung von Patrick Davin und der Regie von John Fulljames gezeigt.

Mit dem Ziel das Publikum ans zeitgenössische Musiktheater heranzuführen und an die Opernsaison zu binden, werden auch in der zweiten Auflage von OPER.A 20.21 zu den Opernaufführungen Begleitveranstaltungen organisiert. An allen Aufführungstagen finden im Stadttheater Bozen bzw. im Teatro Sociale von Trient eine Stunde vor Vorstellungsbeginn Operneinführungen statt. Aktuell, kontrovers und unterhaltsam wird das Operngeschehen in der Oper.a Lounge diskutiert. Die Operngespräche, in denen unterschiedliche Thematiken zu den jeweiligen Opern beleuchtet werden, finden im Parkhotel Laurin in Bozen und im Literaturcafé Bookique in Trient statt.

An jedem Aufführungsabend verkehren zwischen den Städten Bozen und Trient Shuttlebusse, dadurch soll die Mobilität und der Austausch des Publikums gefördert und das Kulturangebot beider Städte erweitert werden.

Abo- und Kartenverkauf
Abonnements können von 9. bis 11. Juni erneuert werden. Der reguläre Abo-Verkauf beginnt am 14. Juni, Einzeltickets sind ab 28. Juni an den Kassen des Stadttheaters Bozen und im Auditorium in Trient erhältlich. Mehr Informationen: Stadttheater Bozen, T +39 0471 053800 / Auditorium in Trient, T +39 0461 213834.

Sponsoren und Förderer
Die Stiftung Haydn von Bozen und Trient bedankt sich bei allen Partnern sowie den Sponsoren Stiftung Südtiroler Sparkasse und Alperia für die Unterstützung und Zusammenarbeit.

Zum ersten Mal darf sich die Stiftung Haydn über die Unterstützung von OPER.A 20.21 der Ernst von Siemens Musikstiftung München freuen, die jährlich herausragende Projekte mit einer Förderung auszeichnet.