Konzerte: 51° Konzertsaison 2010/11



"Eine hochkarätiges Saison"

Franz von Walther und Gustav Kuhn
präsentieren das Konzertprogramm 2010/1011 des Haydn Orchesters



BOZEN – 27/04/10. Am 12. Oktober eröffnet das Haydn Orchester unter Gustav Kuhn seine 51. Saison. Auf dem Programm steht an diesem Abend Außergewöhnliches: Das „Tagebuch eines Verschollenen“ von Leoš Janáček (Orchesterfassung: Gustav Kuhn) als italienische Erstaufführung und die 4. Sinfonie von Johannes Brahms – ein Werk, das sich eine Mehrheit der Abonnenten des Orchesters gewünscht hatte. Vom Oktober 2010 bis zum Mai 2011 stehen dem Abo-Publikum zwei Zyklen zur Auswahl: Acht Konzerte unter Gustav Kuhn (Jubiläumszyklus) und sieben Konzerte (Hauptzyklus), die von Gastdirigenten geleitet werden, etwa vom 1986 in Thailand geborenen Trisdee na Patalung, vom Italiener Alessandro Alessandrini oder vom Japaner Keiko Mitsuhashi. Anders als in den vergangenen Jahren gibt es in der kommenden Spielzeit keinen Komponisten-Schwerpunkt. „Nachdem wir uns intensiv mit Beethoven, Brahms, Bruckner, Tschaikowsky und Schumann beschäftigt haben, ist die Romantik damit erst einmal abgeschlossen“, sagte Kuhn auf einer Pressekonferenz in Bozen, an der neben dem Präsidenten der Stiftung Haydn Orchester, Franz von Walther, auch die Präsidenten der Stiftung Südtiroler Sparkasse (Gerhard Brandstätter) und der Sparkassen AG (Norbert Plattner) teilnahmen. Beide Institutionen werden das Orchester auch in der Saison 2010/2011 als Partner unterstützen.

Das Orchester sei eine „kulturelle Errungenschaft“, sagte Brandstätter. „Wir sind froh, diesen Klangkörper fördern zu dürfen“, erklärte Plattner. 2009 spielte das Haydn Orchester 131 Konzerte, darunter sechs Opernaufführungen im Rahmen des Rossini Opera Festival in Pesaro sowie Gastspiele in Bologna und in Innsbruck. Die Anzahl der Zuhörer ist im Vorjahr auf über 50.000 gestiegen. In der Saison 2009/2010 verkaufte das Haydn Orchester in Bozen 682 und in Trient 643 Abonnements. „Uns steht eine hochkarätige Saison bevor“, versprach von Walther. Der Abo-Verkauf beginnt schon in zwei Wochen: Bestehende Abonnements können ab dem 10. Mai erneuert, Abo-Plätze ab dem 4. Juni gebucht werden.

In zehn Abonnementskonzerten werden Werke vorgestellt, die von in Wien wirkenden Komponisten stammen, an acht Abenden spielt das Orchester Musik aus Osteuropa. Am 21. Dezember wird Tschaikowskys 2. Sinfonie gespielt, während Béla Bartók im Januar und März 2011 mit der „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“ und dem „Concerto for orchestra“ vertreten sein wird. Zudem interpretiert das Orchester Sergej Prokofievs 1. Sinfonie in D-Dur , op. 25 („Symphonie Classique“). In der kommenden Saison wird, neben „klassischen“ Werken von Haydn (den Symphonien Nr. 82 und 99), Mozart (den Symphonien Nr. 25, 38 und 39), Beethoven, Schubert (den Symphonien Nr. 7 und 8) und Brahms, auch ein besonderes Augenmerk auf die böhmische und mährische Musiktradition geworfen: Von Dvorák sind nicht nur die Symphonien Nr. 8 und 9, sondern auch die Ouvertüre zu seiner Jugendoper „Vanda“ zu hören. Darüber hinaus spielt das Orchester Smetanas sinfonische Dichtung „Mein Vaterland“.

Das Trio di Parma wird am 3. Mai nicht nur das Tripelkonzert von Beethoven, sondern auch ein neues Werk des dreißigjährigen Matteo Franceschini spielen. So wird die lange Tradition der Uraufführungen durch das Haydn-Orchester fortgesetzt. Nach Kompositionen, die sich mit dem vielschichtigen Oeuvre Joseph Haydns beschäftigt haben und die das Orchester anlässlich des fünfzigjährigen Jubiläums seiner Gründung interpretiert hat, ist die Reihe nun an Felix Resch, dem derzeitigen Direktor des Bozner Konservatoriums, der ein neues Oboenkonzert schreibt, während Antonio Casagrande und Angelo di Montegral Orchesterwerke vorstellen und ein neues Solostück für Klarinette des Japaners Akira Nishimura in Bozen uraufgeführt wird.


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