Michele Mariotti

Beethoven, Webern

Domenica 05.05.2024 um 18.00

Dauer: 73 min.

Teatro Nuovo Giovanni da Udine

Udine

Veranstaltungskalender
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Programm

  • Ludwig van Beethoven:

    «Leonore»: Ouverture Nr. 3

  • Anton Webern:

    Langsamer Satz

  • Ludwig van Beethoven:

    Symphonie Nr. 3 in Es-Dur, op. 55 „Eroica"

Inhalt

Opernprojekte verfolgte Beethoven jede Menge, doch nur eines brachte er zur Vollendung, und auch dieses nur unter zahlreichen Schwierigkeiten: den Fidelio. Von dieser Oper existieren drei Versionen, die im Laufe ihrer Entwicklung auch den Titel wechselten, von „Leonore“, dem Namen der Titelheldin, zu „Fidelio“, jenen Namen, den Leonore wählt, als sie sich als Mann ausgibt, um den geliebten Florestan zu retten. Zeugnis von jener komplizierten Entstehungsgeschichte, die bis zur Vollendung einen Zeitraum von über zehn Jahren umfasste, geben auch die sage und schreibe vier Ouvertüren zu Fidelio. Im Rahmen des Konzertabends präsentiert Michele Mariotti mit der „Leonoren-Ouvertüre Nr. 3“ das längste der vier Stücke, das schon so ausgereift war, dass er sich als sinfonisches Gedicht, das alle Elemente der Handlung in sich trug, unabhängig von der Oper behaupten konnte. Viel intimer als Beethovens große Gegenüberstellung moralischer Ideale ist der Geist, der Anton Weberns „Langsamer Satz“ beseelt. Das Stück für Streichquartett (hier in der Version für Streichorchester) schrieb der Komponist mit nicht einmal 22 Jahren. „Ach, könnte ich doch ewig neben meiner Liebsten durch die Blumenwiesen wandeln, mit dem Gefühl, mit dem Universum im Reinen zu sein, ohne Sorgen und frei wie die Lerche am Himmel über uns“, so beschreibt Webern seinen Gemütszustand während dieser Monate. Sein Langsamer Satz strahlt eine emotionale Spiritualität und Symbolkraft aus, wie man sie typischerweise aus den Gemälden Segantinis kennt, die Webern sehr bewunderte. Mit der Sinfonie „Eroica“ hingegen wenden wir uns wieder der Musik Beethovens zu. Die Anekdote hinter der Widmung der Sinfonie, die sein Schüler Ferdinand Ries für die Nachwelt erzählte, ist mittlerweile zur Legende geworden: Beethoven wollte die Sinfonie Napoleon Bonaparte widmen, als dieser noch Konsul war, doch sobald er von dessen Krönung zum Kaiser erfuhr, die er als Verrat an den Idealen der Revolution empfand, geriet er dermaßen in Rage, dass er die Widmung ausradierte und das Werk kurzerhand umbenannte: „Sinfonia Eroica, composta per festeggiare il sovvenire di un grand'uomo“ (Heroische Sinfonie, komponiert, um die Erinnerung an einen großen Mann zu feiern) – der große Mann war offenkundig nicht mehr Napoleon.

Besetzung

Karteninfo

38€ / 30€ / 27€/19€ / 15€ / 13,50

Tickets erhalten Sie online oder an der Kasse des Teatro Nuovo Giovanni da Udine. 0432 248418 / biglietteria@teatroudine.it