Führen Sie zum ersten Mal Regie bei diesen beiden Werken?
Nein, Il segreto di Susanna war eine meiner ersten Regiearbeiten, als ich noch ein kühner und hoffnungsvoller junger Regisseur war. Vor 41 Jahren habe ich das Stück zum ersten Mal in Treviso und dann in der Filarmonica Romana auf die Bühne gebracht. Ich erinnere mich, wie ich die Hauptdarstellerin dabei beobachtete, wie sie während der Proben heimlich rauchte, und ich mir all ihre Tricks, sich nicht dabei erwischen zu lassen, für die Inszenierung angeeignet habe. Wer weiß, was aus diesem jugendlichen künstlerischen Leichtsinn von damals diesmal hervorgehen wird, wenn ich – inzwischen ein alter Mann – der Gräfin Susanna, meiner alten Freundin und Raucherin, wiederbegegne?
Mit La notte di un nevrastenico hingegen befasse ich mich zum ersten Mal als Regisseur, obwohl ich Rotas Musiktheater sehr liebe. Ich bin ein großer Fan von Il cappello di paglia di Firenze und auch des allzu oft geschmähten Napoli milionaria. Trotz der vernichtenden Kritik der missglückten Premiere in Spoleto verdient das Stück eine größere Aufmerksamkeit. In Pisa, wo es unter meiner künstlerischen Leitung aufgeführt wurde, war das Publikum begeistert.
