Cafelulé: Vertikaler Tanz zur Olympischen Flamme

veröffentlicht am
Dienstag
27 Januar 2026

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Cafelulè
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Am Dienstag, den 27. Januar, um 17.50 Uhr findet auf dem Waltherplatz die Aufführung der jungen Performer der Kompanie Cafelulé statt, die der Schwerkraft trotzen und die urbane Architektur in eine ungewöhnliche Bühne verwandeln.
Um 20.30 Uhr folgt im Waltherhaus Bozen das Konzert für Eis-Cello, erstmals gemeinsam mit dem Haydn Orchester.
CAFELULÉ, VERTIKALER TANZ

Am Dienstag, den 27. Januar, macht die Fackel der Olympischen Winterspiele Milano Cortina 2026 Station in Bozen. Mit ihr zieht jene Erwartung und Aufbruchsstimmung in die Stadt ein, für die die fünf olympischen Ringe stehen.

Ab 17.50 Uhr richtet sich der Blick des Publikums nach oben – auf die Fassade des Sparkasse-Gebäudes, die sich für diesen Anlass in einen ungewöhnlichen Bühnenraum verwandelt. Die Performer von Cafelulé präsentieren dort eine Choreografie, die der Schwerkraft trotzt und die urbane Architektur neu erfahrbar macht.

Die Compagnia Cafelulé zählt zu den interessanten Kompanien des zeitgenössischen vertikalen Tanzes in Italien. In ihren Arbeiten entstehen Bewegungen im Dialog mit Flächen, Volumen und Höhen: Fassaden werden zu Erfahrungsräumen, der Luftraum zum Teil der Inszenierung.

Gegründet von jungen Performer:innen, die an einer Bewegungssprache für den Tanz im vertikalen Raum arbeiten, verbindet Cafelulé technische Präzision mit poetischer Offenheit und einem experimentellen Ansatz. Architektur wird dabei nicht zur Kulisse, sondern zum aktiven Bestandteil der Choreografie.

Dass der Einzug der olympischen Fackel von einer vertikalen Tanzperformance begleitet wird, ist kein Zufall. Wie die Fackel Bewegung und gemeinsames Ziel symbolisiert, richten sich auch die Bewegungen der Tänzerinnen und Tänzer nach oben. Die Choreografie steht für Balance, Konzentration und den Impuls, neue Höhen zu erreichen – Werte, die eng mit dem olympischen Geist verbunden sind.

Begleitet von 74 Is the New 24 von Giorgio Moroder wird die Fassade der Sparkasse zur Projektionsfläche einer intensiven visuellen Erfahrung. Die Musik des Südtiroler Komponisten verstärkt die Wirkung der Performance, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

 

ICE-CELLO MIT GIOVANNI SOLLIMA UND DEM HAYDN ORCHESTER

Aus Gletscherwasser im Schnalstal geformt, steht ein Violoncello aus Eis im Zentrum des Konzertprojekts Ice-Cello, mit dem die Stiftung Haydn im Januar 2026 in Bozen und Trient den Fackellauf der Olympischen und Paralympischen Winterspiele Milano–Cortina 2026 begleitet. Das Instrument, gefertigt vom amerikanischen Eiskünstler und Geigenbauer Tim Linhart, wird vom international renommierten Cellisten und Komponisten Giovanni Sollima gespielt, der gemeinsam mit dem Haydn Orchester von Bozen und Trient sein eigens dafür komponiertes Werk The N-Ice Cello präsentiert.

Das Konzert findet am 27. Januar 2026 um 20.30 Uhr im Waltherhaus Bozen als Flame After Hour im Anschluss an den Olympischen Fackellauf statt und endet mit Mozarts Sinfonie Nr. 41 „Jupiter“ unter der musikalischen Leitung von Marco Mandolini. Eine Wiederholung ist am 29. Januar 2026 im Teatro Sociale Trient geplant. Das Projekt ist Teil des offiziellen Begleitprogramms zum Fackellauf und entsteht in Zusammenarbeit mit den Städten und Provinzen Bozen und Trient.

 

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