Ein Blick auf die Oscar-Nominierungen 2026

veröffentlicht am
Montag
2 März 2026

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AND THE OSCAR GOES TO…

 

Heißt es dieses Jahr am 15. März! Dann werden in Los Angeles wieder die begehrtesten Filmtrophäen vergeben und die gesamte Kinowelt schreitet über den roten Teppich. In 24 Kategorien treten Filmemacher, Stars und Sternchen, Künstler und aufstrebende Talente an. Dazu gehören auch die Kategorien „Beste Filmmusik“ und „Bester Song“. Nicht selten entscheiden die Academy Awards über Karrieren und den Aufstieg in den Olymp des Zelluloid-Himmels.
OSCARS SCHREIBEN FILMMUSIKGESCHICHTE

Man muss nicht jeden berühmten oder Oscar-gekrönten Film gesehen haben, um große Kinomomente zu kennen. Oft genügt die Nennung des Titels oder das Erklingen der Titelmusik und sofort weiß man, um welchen Klassiker es sich handelt.

Musik im Film ist weit mehr als Untermalung. Sie strukturiert Emotionen, verleiht Bildern Tiefe und bleibt lange nach dem Abspann im Gedächtnis.

Wenn Filmmusik für einen Oscar nominiert oder ausgezeichnet wird, ist das nicht nur eine Ehrung für die Komponistinnen und Komponisten. Es unterstreicht auch die kulturelle Bedeutung ihres Schaffens.

Nominierungen im Bereich Filmmusik machen ein Genre sichtbar, das neben Regie und Schauspiel oft im Hintergrund steht. Streamingzahlen steigen, Konzertprogramme verändern sich und internationale Produktionen öffnen sich für neue musikalische Handschriften. So entstehen Trends, und das Interesse an Filmmusik als eigenständiger Kunstform wächst.

MUSIK IM FILM: DAS UNSICHTBARE HÖRBAR MACHEN

Viele Filmschaffende wünschen sich Musik, die emotional führt, ohne sich aufzudrängen. Andere hinterfragen genau diese Unsichtbarkeit.

Der deutsche Komponist und zweifache Oscar-Preisträger Hans Zimmer sagte einmal, Musik solle nicht erklären, was ohnehin sichtbar sei, sondern das ausdrücken, was zwischen den Bildern liegt.

Der vielfach ausgezeichnete Film La Grande Bellezza von Paolo Sorrentino zeigt, wie stark Musik eine Atmosphäre prägen kann. Sakrale Klänge treffen auf zeitgenössische Kompositionen und klassische Werke stehen neben minimalistischen Strukturen. Die Musik von David Lang trägt entscheidend zur schwebenden und poetischen Stimmung des Films bei.

Hier zeigt sich, dass Filmmusik eine eigene erzählerische Ebene ist.

 

DIE OSCARSPITZENREITER

Ein Blick in die Oscar-Geschichte zeigt:

  • John Williams steht mit über 50 Nominierungen an der Spitze der lebenden Filmkomponisten. Seine Musik zu Star Wars, Indiana Jones, Harry Potter, Der weiße Hai, E.T. und Schindlers Liste hat das sinfonische Hollywood-Erbe geprägt.
  • Alfred Newman gewann in der klassischen Studioära neun Oscars und zählt zu den erfolgreichsten Komponisten der Filmgeschichte.
  • John Barry erhielt fünf Oscars, unter anderem für Der mit dem Wolf tanzt.
  • Ennio Morricone wurde für The Hateful Eight ausgezeichnet und erhielt 2007 einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk.

Jede Komponistengeneration bringt neue Klangideale hervor und die Academy spiegelt diese Entwicklung wider.

UND WER RÄUMT 2026 MUSIKALISCH AB?

Das wissen nur die Academy-Mitglieder, denn nach wie vor gehören die Gewinnerinnen und Gewinner zu den bestgehüteten Geheimnissen. Hier die Nominierten.

Miglior colonna sonora originale
  • Ludwig Göransson per Blood & Sinners
  • Jerskin Fendrix per Bugonia
  • Alexandre Desplat per Frankenstein
  • Max Richter per Hamnet
  • Jonny Greenwood per One Battle After Another

 

Beste Filmmusik
  • Ludwig Göransson für Blood & Sinners
  • Jerskin Fendrix für Bugonia
  • Alexandre Desplat für Frankenstein
  • Max Richter für Hamnet
  • Jonny Greenwood für One Battle After Another
Bester Song
  • „Dear Me“ von Diane Warren (Diane Warren: Relentless)
  • „Golden“ von Joong Gyu Kwak, Yu Han Lee, Hee Dong Nam, Jeong Hoon Seo, Teddy Park, Ejae, Mark Sonnenblick (KPop Demon Hunters)
  • „I Lied To You“ von Raphael Saadiq und Ludwig Göransson (Blood & Sinners)
  • „Sweet Dreams Of Joy“ von Nicholas Pike (Viva Verdi!)
  • „Train Dreams“ von Nick Cave und Bryce Dessner (Train Dreams)

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